Der Schweigende Salon
„LAUT WERDEN!“, „REICHWEITE VERGRÖSSERN!“, „PRÄSENT SEIN!“ scheinen Grundregeln im Manual des politischen Handelns für Zeiten des Umbruchs. Aber nicht nur verbale Lautstärke, Postings in Echtzeit und smarte Argumentation haben Kraft und ermächtigen. Auch Schweigen kann als bewusster kommunikativer Akt kraftvoll sein und Macht ausüben.
Mit dieser doppelten Bedeutung des englischen Begriffs „Power“ des Schweigens beschäftigen wir uns im Rahmen einer sechsteiligen Diskursreihe und nehmen bei jeder Veranstaltung einen anderen Aspekt des Schweigens in den Blick.
Der DRITTE Schweigende Salon | TICKETS
Und dann: Stille! - Das Schweigen in den Künsten
Samstag, 15.08.2026, 18:00 Uhr
Stiftung Künstler*dorf Schöppingen
Der dritte Schweigenden Salon geht in seiner Sommer-Edition auf Tour und ist am SA 15.08. im Künstler*dorf Schöppingen zu Gast. Passend dazu steht in dieser Ausgabe das Schweigen in den Künsten im Mittelpunkt.
Eva Baumann hat mit ihrer Arbeit tacet_ 2025 eine immersive Musik-Tanz-Performance über das Paradox Stille kreiert. „tacet“ bedeutet in der Musiknotation Schweigen für Instrument oder Gesangsstimme. Seit einiger Zeit arbeitet die Choreographin, Tänzerin und Dozentin mit Pauline Oliveros' Deep Listening Methode ™. 2025 absolvierte sie den ersten Intensiv-Trainingszyklus am Center for Deep Listening, Rensselaer Polytechnic Institute, N.Y., und integriert diese Methode in ihre interdisziplinäre Arbeit.
Entsprechend umrundet RUE OBSCURE mit Eva Baumann das Schweigen in ihrer künstlerischen Arbeit: Welche Wirkung(smacht) hat Stille in den aufführenden Künsten - in Musik, Theater, Tanz? Wie kann Schweigen in Szene gesetzt werden? Und welche Kraft hat das Schweigen im Arbeitsprozess abseits vom romantisierenden Topos der produktiven Ruhe im künstlerischen Schaffensprozess?
In Kooperation mit Stiftung Künstler*dorf Schöppingen.
Weitere Termine folgen...
Der ZWEITE Schweigende Salon
Goldene Stille – Schweigen mit Körper und Geist
Mai 2026 | Kunsthaus Kannen, Münster
Der zweite Schweigende Salon ist ebenso Teil einer neuen Diskursreihe des Künstlerinnenkollektivs RUE OBSCURE zum Thema Schweigen als vielschichtiges Phänomen. Im Mai 2026 war er im Kunsthaus Kannen zu Gast, dessen Museumsraum Studierende der Kunstakademie Münster für diesen Abend gestaltet haben. Dieses Mal stand das Schweigen mit Körper und Geist im Mittelpunkt. Gemeinsam mit ihren Gästen, Dr. Kim de Wildt (u.a. Religionswissenschaftlerin mit Forschungsschwerpunkt „Räume der Stille“) und Christoph Gerling (u.a. Meditationsexperte, Benediktshof Münster) nahm RUE OBSCURE die Kraft der inneren Einkehr in den Blick: Was braucht es, um mit Körper und Geist zur Ruhe, zu einem tieferen Verständnis und Bewusstsein zu kommen? Weshalb bieten sich manche Praktiken und Orte besonders an? Und welche Rolle spielt der inzwischen boomende ‚Markt‘ um Meditation und Entschleunigungs-Rituale?
In Kooperation mit der Klasse Kooperative Strategien an der Kunstakademie Münster/ Prof. Irene Hohenbüchler und dem Kunsthaus Kannen/ Dr. Katja Wartemann.
Der ERSTE Schweigende Salon
Schweigen – eine bedrohte Ressource!?
April 2026 | Stadtbücherei Münster
Im ersten Salon beleuchten wir mit der Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Sabine Kirchhoff Fragen rund um das Schweigen als kommunikative Praxis: Welche Rolle spielt Schweigen in der Kommunikation? Wann schreiben wir ihm eine positive Kraft zu, wann fürchten wir uns vor der Macht des Schweigens? Ist Schweigen inzwischen eine bedrohte Ressource?
An den inhaltlichen Input des Abends schließt ein gemeinsames Schweigeritual an, bevor der Salon in ein offenes Zusammensein bei Getränken und Snacks mündet.
Idee, Kuration & Gestaltung: RUE OBSCURE
Hosts: RUE OBSCURE
Produktion: Katharina Kolar
Szenografie: Karina Behrendt und Anne Keller
Assistenz: Lea Wächter
Lichtdesign/ Technische Umsetzung: Jaran Lorenzen, Otis Zumdick
Presse/ÖA Nicky Schulte
Grafikdesign: Mila Radau
Produktion: RUE OBSCURE in Koproduktion mit Theater im Pumpenhaus
Gefördert durch: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)/ Kulturförderung und das Kulturamt der Stadt Münster. Unterstützt von Theater im Pumpenhaus.





